Zukunft

Update 29. November 2022

Wir sind mit der städtischen Verwaltung in Verhandlung was die Fläche im Mühlenkiez angeht und lassen euch wissen, was rauskommt.
Die Bäume und Sträucher werden jedenfalls nicht wie gehofft dort im nächsten Frühjahr umziehen, sondern in verschiedenste Projekte gepflanzt, viele Bäume und Sträucher in das Waldgartenprojekt in Rehfelde, und in andere kleine Gärten und Parks.
Wir können uns sowas auf die Schultern klopfen was das Recycling Management von Peace of Land angeht – unglaublich, was alles wiederverwendet wird und Platz und Sinn woanders findet! Wir machen schon die Arbeit des Abrissunternehmens – bauen vieles ab und geben es weiter, die Container des Hauses wurden in drei verschiedenen Orte gebracht – mehr dazu im Blogartikel von Yvonne Stolterfoht – Das Gebäude verlässt den Hof

Sowie Steine, Komposttoiletten, Folientunnel und vieles mehr wird sortiert und bewegt. Mehr dazu im Gastbeitrag von Isabel Batista – Abschied und Neubeginn

Jetzt werden noch die letzten Bäume und Sträucher umgepflanzt, es ist die dunkle Jahreszeit angebrochen. Und uns ist nach einer Winterpause. Mit Visionsreise in die Zukunft.

 

Update 13. September 2022

Am vergangenen Freitag haben wir nun endlich das ersehnte vorläufige mündliche GO übermittelt bekommen von Bezirksstadträtin für den öffentlichen Raum Frau Anders Granitzki für eine etwa 2000m² große Fläche hinterm Quartierspavillon im Mühlenkiez. Die viel kleinere versiegelte Fläche und der Mangel an Infrastruktur wie Wasser, Gebäude, Regenwasser und Strom sind bei einer Neuplanung des Projektes entscheidend. Die beteiligten Ämter „Stadtentwicklung“, „Straßen und Grünflächen“ sowie „Umwelt und Naturschutz“ haben gemeinsam grünes Licht gegeben für einen neuen Standort für Peace of Land im Mühlenkiez, der in den kommenden Jahren ein Fördergebiet ist für nachhaltige Stadterneuerung.

Aber damit geht es jetzt erst los mit den Verhandlungen, denn noch ist nichts in sicher. Dinge sind zu verhandeln wie Pachvertrag, Kosten, Mietdauer und so wichtige Fragen zu klären wie: Was dürfen wir rechtlich dort überhaupt anstellen?  Wie schnell kann die Fläche entsiegelt werden? Wir wissen, dass unsere wenigen Obstbäume, die wir mitnehmen können im Idealfall bereits bis Ende des Winters einen neuen entsiegelten Boden vorfinden. Also bis Februar die Fläche zu entsiegeln und Bäume zu pflanzen ist eine große Herausforderung. 

Wir sind ein Lebensmittelpunkt und viel unserer gemeinsamen Zeit verbringen wir auch in und um die Küche herum. Außerdem sind wir ein außerschulischer Bildungsort für alle Generationen. Wir benötigen also auch Infrastruktur wie einen Seminarraum und eine Küche. Das alles ist noch in der verwaltungsrechtlichen Machbarkeit zu prüfen. Wir hoffen auf Mut zur Lücke in der Verwaltung! 😉


Update August 2022

Das Warten kennt kein Ende

Seit Juni sind wir in Kontakt mit diversen Abteilungen des BA Pankow sowie StadträtInnen bezüglich einer konkreten Ersatzfläche im Mühlenkiez. Leider kam es bisher weder zu einer Begehung noch zu einer Zusage der Fläche. Man versicherte uns, dass eine gemeinsame Begehung und Gespräche bald (Im Laufe des Augusts) geschehen würden. Aktuell am 18. August warten wir immer noch darauf.
Dennoch setzen wir alle Hoffnung darauf, dass wir wenigstens 1 der 2 von uns anvisierten Flächen zeitnah (bis Mitte September) zugesagt bekommen, bevor wir uns von all unseren Ressourcen getrennt und die aktuelle Fläche verlassen haben.

Die Ungewissheit bereitet uns wirklich große Sorgen und macht eine detaillierte Umzugsplanung fast unmöglich oder zumindest sehr komplex, da wir mit vielen „Vielleichts“ und Optionen planen müssen und nur wenig konkret. Für eine Gruppe, die nur in ihrer Freizeit zusammen kommt und ebenso wie alle auch unter der Sommerhitze leidet oder in der Sommerfrische im Urlaub ist, eine sehr große Herausforderung.


Update Juni 2022

Paradies sucht Heimat

Seit einigen Monaten treffen wir uns einmal monatlich um mit Permakulturmethoden durch einen Zukunftsprozess zu gehen. Gemeinsam haben wir in einem „Dragon Dreaming“ oder auch „Traumkreis“ aus der Zukunft zurück geblickt und unsere Visionen / Erinnerungen geteilt, was alles passiert ist, sodass Peace of Land als Projekt überleben und die Gemeinschaft beisammen bleiben konnte.
Nicht nur konnten wir in unseren Visionen eine Zukunft in der Innenstadt vorstellen sondern haben sogar die Berliner Grünflächenpflege revolutioniert sowie in etwas weiterer Zukunft ein Ökodorf gegründet. Wow! Ganz viel Liebe und der Wunsch als Gemeinschaft zusammen zu bleiben prägten diesen ersten Teil des Prozesses genauso wie der Wunsch konkret in die Planung zu gehen.

In einer weiteren Session haben wir mit der Permakultur-Methode der „Zonierung“ visualisiert, welche Räume und Funktionen im Projekt nah an unserem kollektiven Projektherzen liegen und damit auch Teil eines zukünftigen Ortes sein sollen.

Diese Arbeit hat es benötigt um für uns klarer zu machen, was wir eigentlich genau für Bedürfnisse an eine neue Fläche haben. Dies ist nun eine wichtige Grundlage für den Arbeitskreis ZUKUNFT und besonders die Projektgruppe Flächensuche, in der sich aktuell Mara, Lisa, Moni, Anja, Thomas, Silke & Yvonne engagieren, um Peace of Land kieznah eine neue Heimat zu geben.

Unsere Projektvorstellung und Flächensuche als PDF

 

Hallöchen Mühlenkiez!

Wie es der Zufall so wollte, leiteten uns unsere Freunde aus der Kulturmarkthalle ein PDF weiter mit einem Freiraumkonzept für den nahegelegenen Mühlenkiez, der im Zuge nachhaltiger Stadtumbaumaßnahmen in den nächsten Jahren neu gestaltet wird.

Am 13. Mai machte der Arbeitskreis Flächensuche einen ersten kleinen Ausflug, als im Mühlenkiez der Mehrgenerationenplatz mit den AnwohnerInnen sowie VertreterInnen des Bezirksamt Pankow eröffnet wurde. Hier konnten wir bereits erste Gespräche führen mit Stadträtinnen aber auch engagierten AnwohnerInnen, wie Volker Pürschel, der die Öko-AG der Kulturmarkthalle leitet und bereits seit Jahren viel Engagement bei der ökologischen Gestaltung seines Kiezes an den Tag legt. Volker wies uns auch auf eine Fläche hin auf einem nicht genutzten ehemaligen Bolzplatz, sowie die Fläche hinterm Quartierspavillon, die wir uns gleich kurz ansahen. Bei einem weiteren Ausflug am darauf folgenden Sonntag fuhren Mara, Lisa, Anja, Moni, Thomas und Yvonne von der Projektgruppe Flächensuche zu diversen Flächen in Lichtenberg und Friedrichshain und am Ende der Route erneut in den Mühlenkiez um allen in der Gruppe die anvisierten Flächen zu zeigen.

Wie es das Glück und der Zufall so wollte, fand am selben Tag im Quartierspavillon eine Veranstaltung von „hallo Mühlenkiez“ statt. Ein partizipativer Prozess bei dem AnwohnerInnen gemeinsam ihre Wünsche und Ideen für die Neugestaltung ihres Quartiers austauschten und dokumentierten. Zu unserer großen Überraschung hatte die Workshop Gruppe, die sich mit Freiflächen auseinandersetzte, bereits unser Projekt und unsere Suche nach einer Fläche mit angesprochen. Wir konnten hier die Gelegenheit nutzen sowohl den Pavillon und den dahinterligeneden ungepföegten Garten unter die Lupe zu nehmen, als auch mit sehr interessierten Menschen zu sprechen. Das Interesse ist beiderseits groß gemeinsam den Mühlenkiez nachhaltig zu gestalten mit viel Raum für die Natur und für die Menschen.

Wir möchten uns nun um diese zwei Flächen bewerben, die im „Grün- und Freiflächenkonzept Mühlenkiez“ auf (Seite 9) beschrieben sind. Wir wünschen uns die Entwicklung dieser Flächen gemeinsam mit AnwohnerInnen gestalten zu können. Die beiden Areale haben bereits wunderbare alte Bäume und Sträucher die es zu erhalten gibt und die uns wertvollen Schatten spenden und einen grünen Rahmen für unsere Permakultur Gestaltungen gibt.

Drückt uns die Daumen!

Wer ein gutes Wort für uns einlegen will kann sich auch direkt an die zuständigen Personen / Organisationen wenden:

Rona Tietje (SPD) Stadträtin für Stadtentwicklung

Manuela Anders Granitzki (CDU) Stadträtin für Ordnung und öffentlicher Raum (Straßen und Grünflächenamt, Umwelt und Naturschutzamt, Ordnungsamt)

Stadtentwicklungsamt Pankow von Berlin Fachbereich Stadterneuerung:
Frau Rusteberg, Tel.: 030 90295 3461 E-Mail: heidi.rusteberg@ba-pankow.berlin.de

-Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG,
Gebietsbeauftragte Nachhaltige Erneuerung Greifswalder Straße
Sebastian Holtkamp, Tel.: 030 885 914 33
E-Mail: ne-greifswalder-strasse@planergemeinschaft.de


Update Mai 2022

Kündigung kam früher als gedacht

Wir hatten noch Ende 2021 die Zusage erhalten, dass man es uns noch ermöglichen möchte bis Ende 2022 auf unsere Fläche zu bleiben. Leider ließ sich das organisatorisch nicht darstellen ohne den Turnhallenbau gänzlich zu gefährden. Daher müssen wir 3 Monate früher als geplant das Gelände verlassen.

Das ist für uns ein großer Schocker. Denn zum einen ist die Gartensaison und Erntesaison ja noch längst nicht vorbei, auch unsere Bäume und Beerensträucher lassen sich erst im Spätherbst / Winter ausgraben, wenn man diese erhalten möchte. Das setzt uns jetzt unter enormen Druck sowohl bei der Suche einer neuen Fläche als auch die knifflige Aufgabe, wie wir unsere Bäumchen retten können.


Update Januar 2022

Es ist Fakt. Wir müssen das Gelände Am Weingarten 14 räumen. Ende des Jahres 2022.

Wir hatten 2021 viele gute Argumente und dank vieler Solidaritätsschreiben eine sehr große Unterstützung für die Zukunft und das Bestehen. Aber der politische Wille war nicht für den alternativen Plan zu begeistern, die Turnhalle für die Grundschule im Blumenviertel auf den benachbarten Flächen Sigridstr. 11A und Syringenplatz zu bauen. Weil dies zusätzliche ca. 6 Jahre Wartezeit für die Turnhalle bedeutet hätte und zusätzliche 1-2 Mio. Euro Kosten um weitere Architektur und Planung zu bezahlen. Es wird politisch als oberste Priorität eingestuft den steigenden Schülerzahlen des Bezirks zu entsprechen und den weiteren Ausbau der Grundschule zu fördern. Dies wurde uns von Dominique Krössin (die Linke) Bezirksstadträtin für Schule, Sport und Kultur und Pankows Bürgermeister Sören Benn (die Linke) nach einigen Fragerunden mit der Verwaltung, vielen Verhandlungen und einer Petition an das Abgeordnetenhaus mitgeteilt.

Wir suchen ein neues Gelände!

Dem Peace of Land wurde vom Grünflächenamt Pankow für einen Umzug Flächen im Pankower Bezirk angeboten, bisher alle 11 km und weiter weg vom jetzigen Standort. Diese haben wir noch nicht ausgeschlagen, aber es gibt im Team den Wunsch nach einem nahegelegenen Ort. Das kann auch im angrenzenden Bezirk Friedrichshain oder Lichtenberg sein. Möglichst ab 2000m², ein Gebäude, das genutzt werden kann, oder die Möglichkeit ein Gebäude zu errichten. Und dieses Mal mit der Besonderheit, dass es keine Zwischennutzung des Geländes ist, sondern ein Ort an dem Pflanzen und Menschen Wurzeln schlagen können. Neben der Suche der Bezirksämter freut sich Peace of Land über offene Augen und Ohren von den Bürgern Berlins, die sich gern direkt beim Peace of Land melden können – so wurde auch das Gelände am Weingarten 14 entdeckt – von einer Mutter, die ihre Kinder zum Kindergarten brachte.
Wer Ideen hat, einen Platz kennt, in der Nähe, der sich für einen Umzug oder Aufbau eines Permakulturgartens eignet, melde sich gerne. zukunft@peaceof.land.

Wir sortieren uns neu. Allesamt im Verein, die mit einem neu gewählten vierköpfigen Vorstand die Zukunft von Peace of Land jonglieren. Wir zahlen gerade für die Nutzung des Geländes 520€ Miete an die Stadt, ohne Coronahilfen beantragt zu haben, zu Coronazeiten, ohne Veranstaltungen die Einnahmen bedeuten, zahlen wir diese Miete gerade von Erspartem, das jetzt aufgebraucht ist. Wir hoffen und bitten, dass die Stadt uns zur Unterstützung für den Umzug oder die Auflösung die Mietzahlungen erlässt.
Es gibt den Wunsch nach Transformation, den Wunsch nach einem näheren Ort für einen Umzug und den Wunsch für das Bespielen des letzten Jahres am bestehenden Ort mit Festen, Veranstaltungen und Workshops. Wir wollen die verbleibende Zeit vor Ort intensiv nutzen. Wir rocken 2022!
Und Veranstaltungen kann das Peace of Land in der letzten Saison bis Ende 2022 am Weingarten 14 ausrichten. Wer einen Ort sucht für seinen Chor oder Gymnastikgruppe, für gemeinnützige Projekte, oder auch geschäftlicher Natur kann sich gerne auf der Website umsehen und sich beim Peace of Land melden unter veranstaltung@peaceof.land.

Es ist des weiteren leider kein Einzelfall das Stadtgartenprojekte um ihre Existenz bangen. Wie z.B. das Himmelbeet in Wedding auch gerade umziehen muss, wegen einer Bebauung. Und wir hoffen doch, das die Verwaltung der Stadt ihre Verantwortung für ihre Bürger:innen versteht und ihnen und ihren Bedürfnissen auf Augenhöhe begegnet.

 

Spendenaufruf

PEACE OF LAND hat in den letzten zwei Jahren wegen Corona erhebliche finanzielle Verluste gehabt aber keine staatliche Förderung bekommen, da es gerade mitten in der Vereinsgründung war und dies nicht beantragt hat. Es braucht gerade finanzielle Unterstützung für die Miete, den Um- oder Wegzug, Bau- und andere Materialien, Werkzeuge für Garten und Werkstatt, Pflanzen, Saatgut, Transporte und vieles mehr.
Spenden werden dankend angenommen!
Mehr Info hier: www.peaceof.land/kontakt

 

Stand November 2021:

Das Gelände des Peace of Land Gartens soll bereits 2022 durch eine Turnhalle bebaut und für immer zerstört werden. Helft uns dieses paradiesische Ökosystem zu erhalten!

Liebe Freund:Innen, Partner:Innen und Unterstützer:Innen von PEACE OF LAND,

die meisten von euch wissen bereits, dass uns seit Jahren die Vertreibung aus unserem Paradies am Weingarten droht, wegen eines dringend benötigten Turnhallenbaus für die Grundschule im Blumenviertel. Es geht also jetzt ganz dramatisch um die Zukunft des Projektes und Lernortes für Permakultur und nachhaltige Entwicklung.

Auch wenn man versucht uns wieder temporäre Ersatzflächen am Berliner Stadtrand anzubieten, so sind wir nicht in der Lage dieses 4000m² große Ökosystem mit allem, was darin wohnt (Bodenleben, Insekten, Wildbienen, Schmetterlinge, Wasserlebewesen, Kleintiere wie Igel, Eichhörnchen, Füchse und viele Vögel) woanders hin zu transferieren.
Im Falle einer Bebauung ist der Lebensraum für ALLE diese Lebewesen sowie für knapp 150 fest verwurzelte Bäume und Sträucher verloren. Auch unsere Räume für soziales Miteinander, fürs gemeinsam Kochen, Bauen, Spielen, Nachbarschaftsfeste oder Wissensaustausch würde aus dem Bezirk und der Stadt verschwinden.

PEACE OF LAND ist eben nicht ein paar mobile Hochbeete mit einjährigem Gemüse. Es ist dieses Stück Land am Weingarten 14, mit allem darauf existierendem Leben und Lebensräumen zu denen auch über 50 alte Bestandsbäume zählen. Laut einer Beobachtung von ForscherInnen der TU Berlin in 2020 sind wir der Gemeinschaftsgarten in Berlin mit der größten Diversität an Bestandsbäumen, darunter Eiche, Esche, Eberesche, Kastanie, Mammutbaum, Blaufichte, Birken, Ulmen, diverse Ahornarten, Holunder, Hasel, Robinien, Walnussbäume, Kirschpflaume & Mirabellenbäume. Daneben gibt es etwa 60 junge Obst und Nussbäume sowie Beerensträucher, die Teil unseres inzwischen 5 Jahre alten Waldgartens sind und die allesamt Lebensmittel für uns Menschen produzieren. Daneben gibt es im Gelände eine Teichlandschaft und unterschiedlichste Bodenbegebenheiten, die auch Lebensraum und Nistplatz für Insekten sind. Es wurden 3 Wildbienenarten gefunden, die auf der Vorwarnliste für bedrohte Arten sind sowie eine Art, die bereits als gefährdet eingestuft ist.

Unser von mehr als 100 Menschen über 6 Jahre ausgebautes Gebäude umfasst inzwischen 180m², darin einen Seminarraum, eine Gemeinschaftsküche sowie ein Café mit Terrasse und eine Abholstelle für die Solidarische Landwirtschaft SoLaWi Waldgarten. Damit ist Peace of Land für uns faktisch ein Lebensmittelpunkt.
Peace of Land ist ein Raum, wo viele Menschen sich begegnen können, zentral, im Grünen, drinnen und draußen bei jedem Wetter. Wir produzieren Lebensmittel, praktische Erfahrungen, Workshops und Kurse, Begegnungs- und Arbeitsräume, Anwendungswissen & Netzwerke. Ständige Kooperationen mit dem Permakultur Institut, Mellifera Berlin, der Wildnis- & Survivalschule Walk on the Wildside, der Kulturmarkthalle und vielen weiteren Initiativen und Vereinen die den Ort als Veranstaltungsort nutzen.

Die Prognosen der klimatischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft in einer Stadt wie Berlin kennen wir alle. Ein Ort wie das Peace of Land und die Aktionen des großen Netzwerks der Aktiven setzen fast alle die SDG (Sustainable Development Goals) vorbildlich um.
Ein Abriss wäre eine Attacke gegen die SDG’s, wobei es doch Alternativen zum Bau der Turnhalle für die Kinder gibt.

Es gibt unzählige weitere Gründe für den Erhalt dieses Ortes zu kämpfen.

Aktuelle Situation

Durch den scheidenden Schulstadtrat Dr. Torsten Kühne (CDU) wurde uns auf Nachfragen im September 2021 mitgeteilt, dass ein Baubeginn der Turnhalle für die Grundschule bereits im 1. Halbjahr 2022 beginnen soll. Bis heute haben wir keine Einblicke in Abwägungen erhalten in der auch Argumente für den Erhalt des Gartens aus anderen Ressorts wie dem Umwelt und Naturschutzamt abgewogen worden sind. Auch auf unsere Nachfragen in der BVV Pankow erhielten wir keine wirklichen Antworten auf unsere Fragen.
Die letzten 2 Jahre wurden wir immer wieder hin und her verwiesen: Vom Berliner Abgeordnetenhaus (Senat) an den Bezirk und zurück.

Unser aktueller Erkenntnisstand deutet jedoch daraufhin, dass der Bezirk Pankow die Fläche vorschlägt und diese Info an den Berliner Senat weitergereicht hat, damit die mit Planung und Bau der Turnhalle beginnen kann. Immer wieder hören wir auch, dass ein Erhalt unserer Fläche durchaus machbar ist, wenn es politischen Willen dazu gibt.
Nun haben wir nach der Wahl von Abgeordnetenhaus Berlin und BVV Pankow eine einmalige Chance dies zu ermöglichen. Der Bezirk Pankow ist politisch so grün wie nie zuvor und auch die Linke haben ein großes Interesse daran Klimaschutz und Klimaresilienz sowie soziale Projekte im Bezirk zu fördern und zu erhalten. Wir hoffen also stark auf eine Zusammenarbeit dieser beiden Fraktionen von „Die Grünen“ und „Die Linke“ der BVV Pankow mit dem Berliner Abgeordnetenhaus. Hier ist seit der Wahl Tino Schopf von der SPD erneuter Sieger des Wahkreises Pankow 9.

Die beiderseitige Lösung

Anstatt eine Turnhalle auf dem Gelände des Peace of Lands zu bauen, und somit die Fläche zu versiegeln plädieren wir an einem anderen Ort für den Bau der Turnhalle im Blumenviertel – Wir schlagen dafür eine Brachfläche in der Sigridstraße 11A vor. Diese ist genauso weit für die Schüler:innen entfernt. Wir haben herausgefunden, dass die Typensporthalle TSH 60K auf diesem Gelände Platz findet.

Wir fordern, dass der Berliner Senat sowie der Bezirk Pankow gemeinsam mit uns und der Schule Lösungen finden und ermöglichen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten in Einklang bringen. Mit den bisherigen Plänen verliert das Peace of Land seinen Platz und die Schule gewinnt eine Turnhalle. Und mit diesem neuen Vorschlag gewinnen beide ihre Plätze, der sie bedürfen!

Unsere Forderung

Wir gratulieren allen neuen und alten Mandatsträger:innen und erbitten nun schnellstmöglich die Entscheidung über den Turnhallenbau erneut zu beleuchten und sich für den Erhalt des Gartens stark zu machen. Genauer gesagt fordern wir das brach liegende Gelände in der Sigridstraße 11A am Fuße des Volksparks Prenzlauer Berg als Standort für den Turnhallenbau in Betracht zu ziehen und alles politische und verwaltungstechnische zu tun, um hier schnellstmöglich den Turnhallenbau zu ermöglichen und zeitgleich den Peace of Land Garten vor der Versiegelung zu retten.
Was die Rettung des Gartens kosten würde: Es bräuchte zusätzliche finanziellen Mittel für die geänderte Planung, einen späteren Baubeginn und politischen Willen, diese neue Fläche mit allen Genehmigungen und Plänen auszustatten, damit dort mit dem Bau begonnen werden könnte.

Wir hoffen dass die Turnhalle auf dieser alternativen Fläche gebaut werden kann. So haben die Kinder nicht nur eine Turnhalle sondern auch einen Lern- und Mitmachgarten im Peace of Land.

November 2021 – Aktuell sammeln wir Solidaritätsschreiben. Wenn du dich mit Peace of Land verbunden fühlst oder eine gute Erfahrung mit uns verbindest kannst Du uns helfen, indem Du einen Unterstützerbrief formulierst und darlegst, warum Du Peace of Land schützenswert findest.
Info weiter unten.

 

Liebe Freund:Innen, Partner:Innen und Unterstützer:Innen von PEACE OF LAND,

die meisten von euch wissen bereits, dass uns seit Jahren die Vertreibung aus unserem Paradies am Weingarten droht, wegen eines dringend benötigten Turnhallenbaus für die Grundschule im Blumenviertel.

Wir gratulieren allen neuen und alten Mandatsträger:innen und erbitten nun schnellstmöglich die Entscheidung über den Turnhallenbau erneut zu beleuchten und sich für den Erhalt des Gartens bis Ende des Jahres 2021 stark zu machen. Genauer gesagt fordern wir das brach liegende Gelände mit 3.000m² in der Sigridstraße 11A am Fuße des Volksparks Prenzlauer Berg als Standort für den Turnhallenbau in Betracht zu ziehen und alles politische und verwaltungstechnische zu tun, um hier schnellstmöglich den Turnhallenbau zu ermöglichen und zeitgleich den Peace of Land Garten vor der Versiegelung zu retten. Ob dieses Gelände oder eine andere Fläche.

Es gibt unzählige Gründe für den Erhalt von Peace of Land zu kämpfen.
Deshalb brauchen wir heute Deine Unterstützung!

Du kannst uns helfen, indem Du einen Unterstützerbrief formulierst und darlegst, warum Du Peace of Land schützenswert findest. Was bedeutet Dir dieses Projekt? Wie bist Du mit dem Grundstück, den Menschen, dem Projekt verbunden? Inwieweit hast Du von unserem Projekt profitiert?
Welche Themen sind für Dich in der Nachbarschaft, im Bezirk, in Berlin wichtig, die wir bedienen?

• Permakultur
• Bodenaufbau
• Urbane Landwirtschaft / Regenerative Landwirtschaft
• gemeinsam Gärtnern
• Landschaftsgestaltung
• Wasser
• Lebensmittel anbauen, ernten, verarbeiten, haltbar machen (Lebensmittelpunkt)
• Gesundheit durch Heilkräuter und Naturkosmetik
• Lehren und Lernen & Forschen
• Naturerfahrung für Kinder & Erwachsene
• Wissenschaft & Forschung
• Umweltschutz, Tierschutz und Biodiversität
• Nachbarschaft & Soziales
• Teilhabe, Gemeinschaftsstrukturen, Konsensfindung, Gesprächskultur, Austausch
• Expirimentierfeld für nachhaltiges Leben und Wirtschaften
• Kreislaufwirtschaft
• nachhaltiges Bauen (Recycling / Upcycling )
• Klimaschutz & Klimaresilienz im Kiez (Temperatur Pufferspeicher, CO2 Senke, Wasserspeicher)

 

Bitte gebt als Adressaten folgende an: Bezirksamt Pankow von Berlin, Bürgermeister Pankow, BVV Pankow & Berliner Senat

Bitte schicke diesen Brief per E-Mail mit dem Betreff „Solidarität und Zukunft für Peace of Land“ an: zukunft@peaceof.land

Wir werden die Schreiben bündeln und an mehrere Adressen schicken.

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Wir lieben eure Solidaritätsschreiben!

Hier einige im Auszug

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –

 

Werte Damen und Herren – Aktive – aus der Pankower Stadtverwaltung,

leider ereilte uns ein Hinweisschreiben des Permakulturgartens „Peace of Land“ mit Standort am Weingarten 14 im Bezirk Pankow, mit der Androhung das Gelände schon im ersten Halbjahr 2022 verlassen zu müssen. Wie wir erfahren haben, soll auf dem Gelände eine Turnhalle für die ortsnahen Schüler*innen entstehen. Wir verstehen den Konflikt im Kern, sicherlich ist es schwierig geeignete Standorte zu finden, dennoch wäre es aus unseren Perspektive wünschenswert und würde den Grundgedanken der Partizipation entsprechen auf die Vorschläge des Permakultur Gartens einzugehen, ihnen zuzuhören und die umliegenden Brachflächen in der Umgebung zu überprüfen.

Wir, die „Rote Beete Gemeinschaftsgarten“ mit Standort im Wedding, sehen diese drohende Entscheidung mit Bedauern, haben auch wir von einem Transfer des Wissensschatzes dieses Projektes profitieren dürfen. Neben der Nutzung der Seminarräume, gab das Peace of Land auch Inspiration und konkrete Hilfe, um uns und unseren Stadtteilgarten in eine effektivere Form zu bringen.

Als konkrete Nutzer*innen von Stadtteilgärten, wissen wir um die Vorzüge für Mensch und Natur, welche von solchen Projekten ausgehen. Nicht nur die Anwohner*innen profitieren durch den sozialen, kulturellen und auf Nachhaltigkeit gepolten Charakter solcher Projekte, sondern auch die Gesellschaft als solche. Aus unserer Sicht sprechen viele Gründe dafür diese Projekte nicht nur zu schützen, sondern sie im weiteren Sinne sogar noch auszubauen und mit der größtmöglichen Unterstützung zu versehen.

Wir steuern als Stadt und moderne Gesellschaft auf turbulente Zeiten zu. Menschen verlieren ihre Wohnungen und Lebensräume und klagen immer mehr über einen Verlust an Lebensqualität. Die Ergebnisse der letzten Wahlen zeigen auch auf, dass die Themen Soziales und Ökologie den Menschen auf den Herzen brennen und gerade solche Initiativen, wo Menschen mit einem tiefen Interesse und einer leidenschaftlichen Motivation sich für eine partizipative Gestaltung der Stadt einsetzen, bedeuten einen enormen gesellschaftlichen Mehrwert, der bei Weitem, mehr Potenzial besitzt, als nur einen beliebigen Ort zu erhalten. Gerade in Hinblick auf die umweltpädagogische Bildungsarbeit besteht ein ganz konkreter Bedarf an Lernfeldern zu umweltverträglichen Anbaumethoden und Grundlagen sensibler Ökosysteme zu verinnerlichen.

Mit Peace of Land und weiteren Akteur*innen aus den Gemeinschaftsgärten Berlins ist es fast wie ein Geschenk nicht explizit Dienstleister*innen anzuwerben, die diese Aufgaben übernehmen, sondern mit den schon vorhandenen Strukturen gesellschaftliche Anliegen zu bedienen, ihnen Räume zu bieten und den nachkommenden Generationen einen lebenswerten Ort zu schaffen, der es schafft die widersprüchlichen Bedürfnisse unserer Zeit einen angemessenen Platz zu geben.

Es versteht sich von selbst, dass – wie auch von Peace of Land schon artikuliert – gewachsene Strukturen nicht einfach umgesiedelt werden können, weder ist die Beschaffenheit der ökologischen Ansprüche von Flora und Fauna für diesen Wunsch geschaffen, als auch die Perspektive, dass die Menschen getrieben von einer Unsicherheit sich auf lange Sicht in solchen wichtigen Projekten beteiligen wollen.

Es gibt nicht viele Dinge die Menschen so glücklich machen wie selbstwirksam die Umwelt zu bearbeiten und sichtbare Veränderungen mit positiven Output zu generieren.

Es ist des weiteren leider kein Einzelfall das Projekte um ihre Existenz bangen und wir hoffen doch, das die Verwaltung der Stadt ihre Verantwortung für ihre Bürger*innen versteht und ihnen und ihren Bedürfnissen auf Augenhöhe begegnet.

Gerade der Punkt der Offenheit und Transparenz scheint uns hierbei besonders wichtig. Lassen Sie bitte die Menschen die diesen wunderbaren Ort mit all seinen Transferaspekten mit ihrer Energie und Zeit am leben halten, nicht einfach im Dunkeln stehen! Es frustriert keine Orientierung zu haben und rächt sich im schlimmsten Fall, wenn dann bei den nächsten Wahlen die Erinnerung am Erlittenem wieder aufkommt.

Wir schlagen vor einen runden Tisch mit allen Beteiligten zu initiieren und begrüßen ausdrücklich die Vorschläge das Umwelt- und Naturschutzamt miteinzubeziehen. Aus der Sicht von uns bedarf es zu unterschiedlichen Problemlagen unterschiedlicher Expertise. Desweiteren wünschen wir uns grundsätzlich eine respektvolle Konfliktbearbeitung ohne eine Verdrängung der Anliegen von „Peace of Land“ und den an dem Projekt angeknüpften weiteren Beteiligten.

Bitte offenbaren sie ihre Standpunkte zur Brachfläche Sigridstraße 11A sowie ihre Bedenken um diese als Kompromiss zu prüfen und gemeinsam an einer zufriedenstellenden Lösung für alle zu arbeiten!

Auch wenn Projekte im schmalen Grad der Zwischennutzung entstehen, wünschen wir uns dauerhafte Lösungen.

Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit Peace of Land und allen anderen Betroffenen von Verdrängung und möchten gerne dieses Schreiben mit ein paar stimmigen Zitaten abrunden um den Kern des Anliegens zu offenbaren.

„Reden ist unser Privileg. Wenn wir ein Problem haben, das wir nicht durch Reden lösen können, dann hat alles keinen Sinn.“ – Rosa Luxemburg

„Die Zukunft gehört denjenigen, die an das Schöne ihrer Träume glauben.“ – Eleanor Roosevelt

„Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren“  – Maria Montessori

Mit freundlichen Grüßen
Rote Beete Gemeinschaftsgarten

 

Solidarität

Sehr geehrte Damen und Herren,

Berlin, Pankow braucht Peace of Land! Und zwar bitte genau dort, wo es seit einigen Jahren so erfolgreich wächst und gedeiht. Wir als Vertreter*innen Berliner Stadtgärtnerei bzw. urbanen Gärtnerns solidarisieren uns ganz ausdrücklich mit diesem tollen grünen Projekt.

Gewiß, eine Schulsporthalle ist wichtig, weil Sport und Bewegung zu einem guten Leben dazugehört. Aber braucht es tatsächlich eine Typensporthalle TSH 60K, die in ihrer schieren Überdimensioniertheit für den Sportunterricht einer Grundschule schlicht nicht auf das Schulgelände passt? Hier wird wieder einmal der Vereinssport, der in Berlin eine starke Lobby hat, bevorzugt. Das Stadtgärtnern als Freizeitbeschäftigung und gesunde Betätigung an der frischen Luft hat wie so oft das Nachsehen und wird nötigenfalls als entbehrlich eingestuft.

„Ja, deswegen sollen die ja umziehen.“, sagen Sie jetzt wahrscheinlich kühn. A) Wohin denn? und B) Gehen Sie hin, schauen Sie es sich an: Peace of Land ist in den Standort eingewachsen. Das kann man nicht mal eben von A nach B bewegen.

„So ist das nunmal, ein Zwischennutzungsschicksal.“, hören wir Sie weiter sagen. Viele gute und moderne Zwischennutzungsprojekte haben sich verstetigt. Wenn sie so erfolgreich und wichtig geworden sind für die Berliner Öffentlichkeit wie das Peace of Land – warum denn auch nicht? Das ist Stadtentwicklung von unten. Wir erwarten eine Stadtverwaltung, die aufgeschlossen ist, das Potenzial solcher Initiativen zu erkennen und zu fördern.

Wir als Kleingartenanlage Hoffnung e.V. haben den Kolleg*innen von Peace of Land viel zu verdanken. Sie sind die Blaupause für unseren Urban Gardening-Bereich, den wir auf unseren Flächen hier im Norden von Pankow entwickelt haben, damit bei und mit uns noch viel mehr Menschen gärtnern können, als wir Parzellen zur Verfügung haben.

Berlin braucht mehr Gärten! Peace of Land ist als Permakulturgarten zudem ein seltenes und wertvolles Stück Berliner Stadtgrün. Berlin, Pankow braucht Peace of Land!

Mit daumengrünen Grüßen

Henry Düring-Bienemann
Vorsitzender KGA Hoffnung e.V.

 

 

Peace of Land erhalten, Stadtgärten sichern!

Sehr geehrte Vertreter:innen und Verantwortliche der BVV Pankow, des Bezirksamtes Pankow, des Abgeordnetenhauses von Berlin und der zuständigen Senatsressorts,

das derzeit noch aktuelle Vorhaben des Turnhallenbaus auf der Fläche des Gemeinschaftsgartens „Peace of Land“ steht aus unserer Sicht in Widerspruch zu diversen fach-, ressort- und parteienübergreifenden Ansätzen und Strategien für eine zukunftsfähige, sozial gerechte Stadtentwicklung in Berlin. Zu nennen wären hier z.B. die Berliner Umweltgerechtigkeitskonzeption, die Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt, der StEP Klima, die Charta für das Berliner Stadtgrün, die Ernährungsstrategie, die Entwicklung eines Gemeinschaftsgartenprogramms für Berlin und eines Masterplans Essbare Stadt sowie die Erklärung des Klimanotstandes für den Bezirk Pankow.

Wir möchten Sie hiermit auffordern und dringend bitten, alternative Lösungen für den zweifellos nötigen Turnhallenbau zu finden, die den Erhalt des „Peace of Land“ – Gartens an seinem bisherigen Standort gewährleisten. Ansätze dafür gibt es bereits, eine Brache als alternative Fläche in gleicher fußläufiger Entfernung wie der jetzt geplante Standtort.

In der aktuellen Kooperationsvereinbarung über die Ziele und Projekte der Zusammenarbeit der Linksfraktion und der Fraktion der SPD in der BVV Pankow heißt es: „Der Schutz von Grün- und Kleingartenanlagen erfordert neben der Aufstellung von Bebauungsplänen häufig auch die Änderungen des Flächennutzungsplans. Bei allen Vorhaben soll konsequent nach Ersatzund Neuflächen für Gemeinschafts- und Kleingartenanlagen gesucht werden.“

Dieses grundsätzliche Bekenntnis zum Schutz von Klein- und Gemeinschaftsgärten begrüßen wir sehr. Gleichzeitig geben wir aber dringend zu bedenken, dass Gärten keine beziehungslosen Inseln in der Stadt sind: Sie sind gewachsene soziale und ökologische Strukturen und haben vielfältige Wechselbeziehungen mit ihrer direkten Umgebung und darüber hinaus. Ein Palettenbeet mag sich verschieben, ein Strauch vielleicht unbeschadet verpflanzen lassen – Nachbarschaften, fest verwurzelte Gehölze und behutsam entwickelte ökologischen Nischen sind es nicht. Bitte übertragen Sie Ihr Bemühen um Ersatzflächen auch auf neuzubauende Infrastrukturen, die sonst sozial und ökologisch bedeutsame Räume verdrängen würden.

Als leidenschaftlich engagierte Akteure für die Sicherung des Berliner Stadtgrüns und damit seiner vielfältigen Wirkungen für den Stadtraum und die Stadtgesellschaft sind wir uns gleichzeitig sehr der großen Herausforderungen im „Kampf“ um knappe Flächen bewusst. Denn wir sind nicht nur Stadtgrünaktivist:innen, wir sind auch Mieter:innen, Eltern und Großeltern von Schulkindern, Freizeitsportler:innen und Verfechter:innen für einen sozial gerechten Zugang zu Bildung, Bewegungs- und Gesundheitsförderung und unterstützen Bemühungen für vielfältige gemeinwohlorientierte multifunktionale Flächennutzungen.

Lassen Sie uns bitte gern gemeinsam Lösungen finden und Schluss machen mit dem zunehmenden Ausspielen und dem wenig kreativen Entweder-Oder von so wichtigen und gleichermaßen notwenigen sozialen Infrastrukturen wie es Kitas und Schulen, Bibliotheken und Sportplätze, aber eben auch Stadtgärten sind. Sie alle sind Orte der Bildung und Gesundheitsförderung, sie sind „Draußen-Stadtteilzentren“ für die Nachbarschaften. In ihnen wird biologische und auch agrobiologische Vielfalt gesät und bewahrt, werden Klimaoasen geschaffen, Regenwasserversickerung und CO2-Speicherung ermöglicht, in ihnen wachsen und entwickeln sich neben Pflanzen und Tieren Gemeinschaft, Gemeinsinn und gesellschaftliche Teilhabe.

Alle Stadtgärten in ihrer Vielfalt, wie auch der Garten „Peace of Land“, gehören zu Berlin. Zeigen Sie, dass Ihre Wertschätzung für diese Orte nicht auf schöne Bilder in Konzepten oder Wahlkampfauftritte beschränkt ist. Bitte sorgen Sie mit dafür, dass in Zukunft in Berlin kein Garten mehr verloren geht. Retten Sie „Peace of Land“ durch smarte, engagierte und kooperative Lösungsfindung. Wenn Sie uns dafür brauchen, sind wir bereit.

Viele Grüße

Forum Stadtgärtnern

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Projekt Peace of Land ist seit Jahren ein wichtiger Ort im Norden Berlins, für Menschen, Tiere, Umwelt und die Stadt!

Es leistet einen großen Beitrag zu vielen Themen, die auf Ihrer Agenda stehen (Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Integration, Vernetzung, Bürgerbeteiligung, Nachbarschaft & Soziales, etc.).

Über Jahre hinweg wurde ein grüner Ort angelegt – ein bestehendes und funktionierendes Ökosystem! – Grundlagen geschaffen, vieles aufgebaut, das absolut schützenswert ist und weitergeführt werden sollte – im Sinne ALLER!

Daher bitte ich Sie, davon abzusehen, eine Turnhalle auf dieses Grundstück zu bauen!

Es ist nicht möglich, diesen Ort „umzuziehen“, es leben unzählige Tiere dort, sowie ca. 150 fest verwurzelte Bäume & Sträucher!

Es handelt sich hier nicht um einen Garten mit ein paar mobilen Hochbeeten mit einjährigem Gemüse.

„Peace of Land“ ist ein Stück Land am Weingarten 14, mit allem darauf existierendem Leben und Lebensräumen zu denen auch über 50 alte Bestandsbäume zählen.

Laut einer Beobachtung von ForscherInnen der TU Berlin in 2020 ist es der Gemeinschaftsgarten in Berlin mit der größten Diversität an Bestandsbäumen, darunter Eiche, Esche, Eberesche, Kastanie, Mammutbaum, Blaufichte, Birken, Ulmen, diverse Ahornarten, Holunder, Hasel, Robinien, Walnussbäume, Kirschpflaume & Mirabellenbäume. Daneben gibt es etwa 60 junge Obst und Nussbäume sowie Beerensträucher, die Teil des inzwischen 5 Jahre alten Waldgartens sind und die allesamt Lebensmittel für uns Menschen produzieren.

Daneben gibt es im Gelände eine Teichlandschaft und unterschiedlichste Bodenbegebenheiten, die auch Lebensraum und Nistplatz für Insekten sind. Es wurden 3 Wildbienenarten gefunden, die auf der Vorwarnliste für bedrohte Arten sind sowie eine Art, die bereits als gefährdet eingestuft ist.

Peace of Land ist faktisch ein Lebensmittelpunkt.

Es ist ein Raum, wo viele Menschen sich begegnen können, zentral, im Grünen, drinnen und draußen bei jedem Wetter.

Es werden dort Lebensmittel produziert, Workshops und Kurse angeboten, es gibt Begegnungs- und Arbeitsräume, etc..

Das von mehr als 100 Menschen über 5 Jahre ausgebaute Gebäude umfasst inzwischen 180m², darin einen Seminarraum, eine Gemeinschaftsküche sowie ein Café mit Terrasse und eine Abholstelle für die Solidarische Landwirtschaft „SoLaWi Waldgarten“.

Es gibt unzählige weitere Gründe für den Erhalt dieses Ortes zu kämpfen!

Und es liegen bereits Alternativ-Pläne vor, wo die Turnhalle gebaut werden könnte.

Bitte nehmen Sie Kontakt zu den Menschen des Projekts auf, um gemeinsam mit ihnen Lösungen zu finden und zu ermöglichen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten in Einklang bringen!

Konkret ist die Forderung, das brach liegende Gelände in der Sigridstraße 11A am Fuße des Volksparks Prenzlauer Berg als Standort für den Turnhallenbau in Betracht zu ziehen und alles politische und verwaltungstechnische zu tun, um hier schnellstmöglich den Turnhallenbau zu ermöglichen und zeitgleich den „Peace of Land“ Garten vor der Versiegelung zu retten.

Mit herzlichen Grüßen,

Silvana Del Rosso

 

 

 

Ich bin für den Erhalt des Peace of Land-Gemeinschaftsgartens, weil ich es wichtig finde, dass es so ein Projekt mitten in Berlin gibt und weil ich hier sehe, dass mit viel Ideenreichtum und Herzblut in relativ kurzer Zeit eine Menge Nachahmenswertes, Zukunftsweisendes geschaffen wurde. Die Mitschaffenden im Peace of Land versuchen nachhaltig, ressourcenschonend und unter lebendiger Einbeziehung des Vorgefundenen, Möglichkeiten der Versorgung mit Lebensmitteln, des gemeinschaftlichen Agierens und der Schaffung grüner Oasen ins Leben zu setzen, die für alle Bürger der Stadtgesellschaft beispielhaft sein können.

Ich habe vor einem reichlichem Jahr zu dieser Gemeinschaft gefunden, leider aber bis dato, auch der Pandemiesituation geschuldet, nicht so viel mitgestalten können. Gleichzeitig ist mir aber die Bedeutung dieses Projekts sehr bewusst.

Es ist vorstellbar, dass wenn der Peace of Land Garten an seinem jetzigen Stand sich nicht mehr fortentwickeln könnte und zerstört würde, an neuer Stelle wieder ähnliches entstehen könnte. Aber das Schließen hier und ein erzwungener Neuanfang woanders, stellt für mich eine grobe Missachtung des bisher Geleisteten dar. Es müsste wieder bei null angefangen werden. Die Leistung sehr engagierter Menschen würde zu nichte gemacht. Bei der Entwicklung eines solchen PermakulturGartens ist der prozesshafte Charakter sehr zentral. Alles ist im Fluss und Fortschritte und Verbesserungen sind Ergebnis langjährigen Werdens und Zusammenspiels von Boden, einjährigen und mehrjährigen Pflanzen, Bäumen und Sträuchern und natürlich auch von Wirbellosen und höheren Tieren. Ich kenne viele Gärten und habe auch schon in meinem Leben viel in solchen mitgearbeitet und gestaltet. Das was ich hier, im Peace of Land, entdecken durfte, fasziniert und begeistert mich. Es ist ein Stück Erde voller Leben!

Der zweite, eigentlich genauso wichtige, Aspekt ist der hier gelebte Versuch neue Wege des menschlichen Miteinanders zu entwickeln und im Lebendigen auszuprobieren. Unsere Stadt, unser Land, ja die ganze Menschheit braucht dringend solche neuen Ansätze, um eine Chance zu haben aus den vielen Krisen unserer Zeit einen Weg zu finden. Die Weiterentwicklung dieses Permakultur-Gemeinschaftsprojektes sollte also im ureigenen Interesse aller, also auch der Verwaltung der Stadt Berlin, sein.

Kay-Uwe Reschke

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit ein bisschen mehr als einem Jahr habe ich Peace of Land und die wunderbare Leute, die dort tätig sind, kennengelernt. Für mich war das einer der schönsten Begegnungen, was ich in Berlin seit meinem Ankommen je gemacht habe.

Seit Anfang dieses Jahres gehe ich mehrmals pro Woche in den Garten, um über Permakultur und Botanik zu lernen, meine körperliche und seelische Gesundheit zu verbessern und von der immer pulsierenden Stadt ein bisschen wegzukommen. Es ist mir eine große Ehre Teil dieser Gemeinschaft zu sein und ich möchte es nicht verlieren.

Gerade weil Klimaschutz, Artenvielfalt und friedliches Miteinanderleben auf der Agenda Berlins ist, fühle ich mich gezwungen, Ihnen meine Bitte mitzuteilen.

Peace of Land ist für mich ein Ort wo man sich mit der Natur verbunden kann, wo bereichernde Verbindungen entstehen, wo Akzeptanz, Solidarität und innere Wachstum die Menschen bezeichnet.

Bitte nehmen Sie unseren Garten nicht weg. Bitte finden Sie einen anderen Ort, wo die Kinder Sport treiben können und wo in die Stadt zurückkehrende Natur nicht vernichtet wird.

Vielen Dank fürs Lesen.

Mit solidarischen Grüßen,

Sara Stenczer
Peace of Land

 

 

An das Bezirksamt Pankow von Berlin, Bürgermeisterin Pankow, BVV Pankow, Berliner Senat,

Ich bin mit dem Peace of Land mittlerweile seit 5 Jahren verbunden und habe es wachsen und gedeihen sehen und sehr sehr viel gelernt, in Workshops (auch praktisch) zu Waldgarten, Permakultur, Kräutern, Terra Petra und anderen Themen. Hier habe ich sogar schon Bäume gepflanzt. Ausserdem war ich auf einigen der schönen Sommer und Erntedank Feste mit vielfältigem Programm zum Thema Ernährung und Pflanzenkunde, auch ein tolles Kinderprogramm. Dieses Jahr hat PoL auch wieder den 72h Permakultur Kurs mit ausgerichtet. Wir waren sehr froh einen Teil des Kurses hier zu verbringen. Die Organisation war hervorragend. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.

Dieses Projekt ist einfach einzigartig. Es ist eines der besten Beispiele für Permakultur, die ich in der Stadt kenne mit ganz vielen engagierten Menschen, die so viel geschaffen haben und diesen Ort öffnen für Nachbar*innen und Interessierte. Es ist auch ein reichhaltiges Biotop mit einer immensen Vielfalt an Tieren und Insekten, Bodelebewesen usw. Es zeigt zudem wie es im landwirtschaftlichen Anbau funktionieren sollte. Alles ist hier im Einklang mit der Natur, im Kreislauf, von der Öko Toilette bis zum Wassersystem und Kompostsystem.

Ich hoffe Sie können die Turnhalle auf der alternativen Fläche bauen. So haben die Kinder nicht nur eine Turnhalle sondern einen Lern- und Mitmachgarten. Dies ist gerade wichtiger denn je und hochaktuell.

Mit solidarischen Grüßen

Antje Marx

Feld Food Forest
Ernährungsrat
Gemeinschaftsgarten Karpfenteichstrasse

 

 

Liebe Leser:Innen dieser Mail,

Ich kenne das Projekt Peace of Land schon einige Jahre…
Immer mal wieder war ich an diesem besonderen Ort für verschiedene Workshops im Bereich der Nachhaltigkeit.
Es ist ein wunderschöner Ort mit wunderbaren Menschen, die sich für eine schönere Zukunft, ein nachhaltiges Leben und ein gutes Miteinander einsetzen.
Schon immer hatte ich das Gefühl, oder wohl eher die Angst, das das Projekt für irgendwas anderes eines Tages weichen muss.
Im Angesicht von Wohnungsmangel oder Zuzug und Aufbau von verschiedenen Firmen wird Berlin mit schwierigen und wichtigen Entscheidungen konfrontiert.
Meine Erfahrungen zeigen, dass es häufig die lauten, grossen und reichen Stimmen sind, die gehört werden.
Doch gerade in Anbetracht des Klimawandels und der sich spaltenden Gesellschaft und aktuellem Unmut ist es für die Menschen, aber auch für das Image von Berlin meiner Meinung nach wichtig, solch kleinen leisen Orten eine Stimme zu geben.
Gerade dann wenn es für die Projektidee der Turnhalle auch alternative Lösungen gibt, fände ich eine Schließung dieser wunderbaren Oase ausgesprochen schade und unverständlich.

Ich möchte mich mit dieser Mail für ein grünes, soziales und kreatives Berlin einsetzen und bitte für die Erhaltung des Peace of Land.

Vielen Dank,
Kim-Tina Nava

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Peace of Land ist ein diverses Ökosystem mit altem Baumbestand und einer reichen (Kleinst-)Tierwelt. Vergleichbare Best-Practice -„grüne LernOrte“ findet man nur selten in einer Großstadt. Diese sollen gerade verstärkt geschützt werden.

Die Prognosen der klimatischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft in einer Stadt wie Berlin kennen wir alle. Ein Ort wie das POL und die Aktionen des großen Netzwerks der Aktiven setzen fast alle der SDG (Sustainable Development Goals) vorbildlich um.

Ein Abriss wäre eine Attacke gegen die SDG’s, wobei es doch Alternativen zum Bau der Turnhalle für die Kinder gibt.

Das POL als Ort ist ein direktes „Umsetzungsmittel“ der SDG’s und vermittelt dies vor allem an sehr viele TeilnehmerInne der angebotenen Seminare, denn nur mit der Hilfe der BürgerInnen können diese umgesetzt werden. Daher ist mittel- bis langfristig gesehen das POL ein systemrelevanter Ort um ExpertInnen Wissen, über Umwelt und die damit verknüpfte Daseinsvorsorge und Gesundheit, weitergeben zu können. BürgerInnen müssen spätestens jetzt geschult und auf die Zukunft vorbereitet werden.

Seminare im POL finden analog zu den SDG’s zu folgenden Themen statt: Ernährung, Bildung, Gleichstellung, Wasserversorgung, nachhaltige Energie, menschenwürdige Arbeit, gegen Ungleichheit, nachhaltiges Konsumverhalten und Produktion, Sofortmaßnahmen für das Klima, Landökosysteme schützen, Frieden, Gerechtigkeit

Ich bitte sie daher die Anfrage vom POL gründlich zu prüfen:

Anstatt eine Turnhalle auf dem Gelände des Peace of Lands zu bauen, und somit die Fläche zu versiegeln plädieren wir an einem anderen Ort für den Bau der Turnhalle im Blumenviertel – Wir schlagen dafür eine Brachfläche in der Sigridstraße 11A vor.

Desweiteren möchte ich gerne noch weitere Information vom POL mit Ihnen teilen:

„Unser von mehr als 100 Menschen über 5 Jahre ausgebautes Gebäude umfasst inzwischen 180m², darin einen Seminarraum, eine Gemeinschaftsküche sowie ein Cafe mit Terrasse und eine Abholstelle für die Solidarische Landwirtschaft „SoLaWi Waldgarten“. Damit ist Peace of Land für uns faktisch ein Lebensmittelpunkt. Peace of Land ist ein Raum, wo viele Menschen sich begegnen, zentral, im Grünen, drinnen und draußen bei jedem Wetter.

Die beiderseitige Lösung

Anstatt eine Turnhalle auf dem Gelände des Peace of Lands zu bauen, und somit die Fläche zu versiegeln plädieren wir an einem anderen Ort für den Bau der Turnhalle im Blumenviertel – Wir schlagen dafür eine Brachfläche in der Sigridstraße 11A vor. Diese ist genauso weit für die Schüler:innen entfernt und ist sogar ein schöner Weg entlang vieler Bäume. Wir haben herausgefunden, dass die Typensporthalle TSH 60K auf diesem Gelände Platz findet.

Wir fordern, dass der Berliner Senat sowie der Bezirk Pankow gemeinsam mit uns und der Schule Lösungen finden und ermöglichen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten in Einklang bringen. Mit den bisherigen Plänen verliert das Peace of Land seinen Platz und die Schule gewinnt eine Turnhalle. Und mit diesem neuen Vorschlag gewinnen beide ihre Plätze, der sie bedürfen!

Wir gratulieren allen neuen und alten Mandatsträger:innen und erbitten nun schnellstmöglich die Entscheidung über den Turnhallenbau erneut zu beleuchten und sich für den Erhalt des Gartens bis Ende des Jahres 2021 stark zu machen. Genauer gesagt fordern wir das brach liegende Gelände mit 3.000m² in der Sigridstraße 11A am Fuße des Volksparks Prenzlauer Berg als Standort für den Turnhallenbau in Betracht zu ziehen und alles politische und verwaltungstechnische zu tun, um hier schnellstmöglich den Turnhallenbau zu ermöglichen und zeitgleich den Peace of Land Garten vor der Versiegelung zu retten.

  • Permakultur
  • Bodenaufbau
  • Urbane Landwirtschaft / Regenerative Landwirtschaft
  • gemeinsam Gärtnern
  • Landschaftsgestaltung
  • Wasser
  • Lebensmittel anbauen, ernten, verarbeiten, haltbar machen (Lebensmittelpunkt)
  • Gesundheit durch Heilkräuter und Naturkosmetik
  • Lehren und Lernen & Forschen
  • Naturerfahrung für Kinder & Erwachsene
  • Wissenschaft & Forschung
  • Umweltschutz, Tierschutz und Biodiversität
  • Nachbarschaft & Soziales
  • Teilhabe, Gemeinschaftsstrukturen, Konsensfindung, Gesprächskultur, Austausch
  • Experimentierfeld für nachhaltiges Leben und Wirtschaften
  • Kreislaufwirtschaft
  • nachhaltiges Bauen (Recycling / Upcycling )
  • Klimaschutz & Klimaresilienz im Kiez (Temperatur Pufferspeicher, CO2 Senke, Wasserspeicher)

Mit freundlichen Grüßen

Sandra Passaro
Permakultur Akademie

 

 

Liebe Entscheidungsträger:innen,

im Winter 2015/16 habe ich nach einem Besuch bei meiner damals noch im Blümchenviertel wohnenden Schwester, die Beine in die Hand genommen und bin über den Zaun der Brache, die jetzt ein Garten geworden ist, geklettert. Als Stadtkind fühlte ich mich sofort im Jungle und erkannte den ungeheuren Wert dieser kleinen Wildnis. Inmitten dem Meer aus versiegelten Wohn- und Gewerbegebieten am Rande der Hippen-City von Berlin Prenzlauer-Berg und Friedrichshain offenbarte sich mir eine brandenburgisches Gefühl von Waldrand.

Meine Schwester und ich begannen zu überlegen, wie man diese tolle Fläche für viele nutzbar machen könnte und das Potential als wilden Garten für Alle erschließen könnte.
So bildeten wir eine erste kleine Gruppe die sich dann gemeinsam darum kümmerte eine wie auch immer geartete „offizielle Lösung“ zur Nutzung zu erarbeiten. Ein Jahr hat es gedauert, bis der Liegenschaftsfonds einen alternativlosen Pachtvertrag geben konnte. Die Fläche wurde solange zurückgehalten, weil nicht klar war, ob ggf. noch neue temporäre Container Wohnstätten für Geflüchtete auf der Fläche beherbergt werden sollten. Im Herbst 2016 konnten wir dann offiziell die Fläche übernehmen.

Mir erschien es von Anfang an ein kleines Wunder, dass solch eine, für mehrere Jahrzehnte unbenutzte Brache im sich stetig komprimierenden Berlin noch zur Verfügung stand, dieses Kleinod wollten wir schützen und aufbauen. Im Laufe der Jahre sind immer mehr Menschen dazu gestoßen, die aus der Wildnis ein vielfältige kleines Garten-Biotop erschaffen haben. Nicht nur ist die Fläche entwickelt worden, der Boden aufgebaut, Wasserflächen etabliert, Bäume und Sträucher gepflanzt worden, sondern und vor allem ist hier ein Ort des Lernens und gemeinsamen Schaffens entstanden.

Ich habe mich seit 2015 auch beruflich stark mit dem Thema Landwirtschaft und Zugang zu Land beschäftigt, bin Vorstand eines bundesweiten Netzwerks Flächensicherung, welches gemeinschaftliche Bodenträger bündelt und politische Arbeit zu diesem Thema organisiert. Peace of Land ist eine lebendige Allmende geworden, ein Ort der gemeinschaftlich bewirtschaftet, genutzt und geliebt wird. Ein Ort der für die Gemeinschaft Nahrung aber vor allem Erfahrungsräume bietet, in denen im kleinen geschützten Rahmen skalierbare Methoden von urbaner und periurbaner Land- und Gartenwirtschaft getestet werden können. Im Gegensatz zur zukünftigen Turnhalle ist der Ort also jetzt schon ein Ort der viele Menschen verbindet und ihnen Selbstwirksamkeit ermöglicht, es ist ein Lebensraum geworden, der eine Lücke in vieler Menschen Leben reißen wird, wenn er verschwindet.

Wir haben uns immer mit den unsicheren Pachtverträge zurechtgefunden, damit gelebt, dass wir in der Praxis immer so gestalten, als wäre der Ort als Allemende gesichert, dass wir unsere Engagement demnach nur durch die eigene Energie und Lust begrenzen und nicht durch etwaige Unsicherheiten bzgl. der Zukunft des Geländes. In der Theorie wussten wir auf der anderen Seite immer, dass das Gelände nicht geschützt ist. In diesem Dilemma haben wir jetzt 5 Jahre Peace of Land und uns selbst entwickelt. Jetzt ist der Tag gekommen, an dem wir die Segel streichen sollen und das von uns aufgebaute den Planierraupen übergeben sollen und wir merken, dass wir nicht loslassen wollen. Wir wollen, dass der Ort bleibt und sich entwickelt. Wir wollen, dass der Garten wächst und viele Menschen weiterhin in ihm wachsen können. Wir glauben fest daran, dass es solche Orte sind, die wir in Zukunft brauchen, denn dort wird Nachhaltige Entwicklung erfahrbar, werden kleine Lösungen sichtbar, die großes Bewirken können. Agroforst zum Beispiel wird gerade auf Bundesebene als förderfähige Form der Landwirtschaft anerkannt, wir haben im Garten den wohl kleinsten Waldgarten zum anschauen.

In zwanzig Jahren, werden Städte weder die Probleme von zu wenig Sporthallen haben (die in einem halben Jahr gebaut werden können), noch einen Überfluss an Sauerstoff spendenden Naturräumen. Aber wir werden uns fragen, warum wir nicht damals angefangen haben, die kleinen Lücken der Stadt zu bepflanzen.

Es gibt nur ein Peace of Land, wir kamen um zu bleiben.

Herzlichst

Hannes Gerlof
Peace of Land Gründer

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

dieses Schreiben soll als Referenz für den Garten Peace of Land dienen. Wir, Monika Egerer, TU München und Ulrike Sturm, Museum für Naturkunde Berlin, möchten hiermit ausdrücklich unsere Unterstützung für den Garten erklären.

Wir bestätigen die Teilnahme des Gartens an unserem stadtökologischen Forschungsprojekt über Bestäuberinsekten, das von der Technischen Universität Berlin und jetzt von der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit dem Museum für Naturkunde Berlin geleitet wird. Wir haben zwei Jahre (seit Mai 2020) im Garten geforscht und im Rahmen dieser Forschung auch die vielen Pflanzen- und Wildbienenarten im Garten dokumentiert. Peace of Land ist mit viele Pflanzenarten und Bienenarten einer der ökologisch vielfältigsten Gärten, in denen wir arbeiten. Der Garten ist daher ein wichtiger Lebensraum, der zum Erhalt der städtischen Biodiversität beiträgt. Anbei finden Sie eine Liste der Arten, die wir dokumentiert haben. Da diese Daten derzeit zur Veröffentlichung vorbereitet werden, sollten sie nur für Ihre eigenen Zwecke als Referenz verwendet werden.

Im Rahmen unserer stadtökologischen Forschung hatten wir auch das große Vergnügen, mit den Gärtner:innen zusammenzuarbeiten. Ihre Teilnahme an dem Projekt, insbesondere auch an der bürgerwissenschaftlichen Forschung, verdeutlicht das hohe Engagement der Gärtner:innen des Garten Peace of Land, sich mit dem Thema Artenvielfalt auseinanderzusetzen und darüber hinaus sich aktiv für den Erhalt der Bestäubervielfalt einzusetzen. Der Garten ist damit auch ein wichtiger Ort für Naturerfahrung und Wissensvermittlung.

Gerne bestätigen wir die Bedeutung des Gartens für den Erhalt der biologischen Vielfalt innerhalb Berlins. Bitte zögern Sie nicht, uns Fragen zu stellen, sollten Sie welche haben.

Mit freundlichen Grüßen,

Monika Egerer
Technische Universität München

Ulrike Sturm
Museum für Naturkunde Berlin

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Auch mir liegt der Erhalt  des Peace of land an seinem gewachsenen Standort sehr am Herzen. Selbst wenn der Bau einer Turnhalle auch sehr wichtig ist. (Muß es so eine große sein?)

Dieses Projekt ist einfach einzigartig. Es ist eines der besten Beispiele für Permakultur, die ich in der Stadt kenne mit ganz vielen engagierten Menschen, die so viel geschaffen haben und diesen Ort öffnen für Nachbar*innen und Interessierte. Es ist auch ein reichhaltiges Biotop mit einer immensen Vielfalt an Tieren und Insekten, Bodelebewesen usw. Es zeigt zudem wie es im landwirtschaftlichen Anbau funktionieren sollte. Alles ist hier im Einklang mit der Natur, im Kreislauf, von der Öko Toilette bis zum Wassersystem und Kompostsystem. Man kann ein solches Projekt, das schon so lange gewachsen ist, nicht einfach umsetzen auf einen anderen Platz.

Ich hoffe Sie können die Turnhalle auf der alternativen Fläche bauen. So haben die Kinder nicht nur eine Turnhalle sondern einen Lern- und Mitmachgarten. Dies ist gerade wichtiger denn je und hochaktuell.

Wir hoffen und wünschen, dass Sie ein Einsehen haben.

Viele Grüße,

Johanna Rosen

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich kenne das Peace of Land, am Weingarten 14 in 10407 Berlin seit 2017. Es war für mich von Anfang an eine Oase der Ruhe, der herzlichen Begegnung mit Mensch und Natur und der natürlichen Lebendigkeit innerhalb der hektischen künstlichen Stadt und das trotz der vielen unschönen Altlasten aus den früheren Nutzungen. Ich habe miterlebt wie dieses Fleckchen Erde mit der Zeit immer schöner und vielfältiger wurde und die Altlasten nach und nach bereinigt wurden. Ich habe unzählige verschiedene Menschen hier gesehen und viele kennen gelernt. Ich konnte hier viele schöne Dinge erleben. Ich konnte hier so viele wertvolle Dinge für meine eigenes Leben als auch für das Leben in der Gesellschaft an sich lernen.

Dieser Ort ist einzigartig in Berlin und Umgebung und nicht ersetzbar. Die vielfältige Lebensgemeinschaften aus Pflanzen, Tieren und Menschen, die sich hier langwierig mit der Zeit herausgebildet haben lassen sich nicht an einen anderen Ort umziehen, ohne sie zu zerstören. Das gilt unter anderem für Jahrzehnte alte Bäume, die schon lange vor der Nutzung durch Peace of Land mitten auf dem Gelände da waren. Auch für die Nachbarschaft und weitere Umgebung ist das Peace of Land heute nicht mehr wegzudenken.

Die Eingriffe der menschlichen Zivilisation in die Natur haben zum Teil dramatische Folgen für das Leben und das Klima auf der Erde. Diese bekommen nun auch wir Menschen selbst mehr und mehr zu spüren. Es müssen große Anstrengungen unternommen werden, um diese negativen Auswirkungen einzudämmen oder soweit wie möglich rückgängig zu machen.

Das Gemeinschaftsgarten-Projekt „Peace of Land“ leistet hier mit seinen ökologischen und permakulturellen Methoden einen wichtigen Beitrag zur Regeneration der Natur, insbesondere des Boden-Lebens, der biologischen Arten-Vielfalt sowie der Stabilisierung des lokalen Klimas.

Ein lebendiger Boden und eine vielfältige Vegetation binden zum Beispiel große Mengen an CO2, die sonst in die Atmosphäre frei gesetzt werden würden. Sie speichern außerdem erhebliche Mengen an Wasser und geben es dosiert an ihre Umgebung ab. Damit verhindern sie die Austrocknung der Umgebung. Hohe Vegetations-Elemente wie Bäume und Sträucher bieten zudem Schutz vor Wind und starker Sonnen-Einstrahlung und somit vor zu starker Erhitzung oder Auskühlung, je nach Jahreszeit. Somit stabilisieren alle diese Elemente das Mikroklima. Je höher die Arten-Vielfalt an einem Standort ist, desto größer sind gegenseitiger Nutzen und Abhängigkeiten der Elemente, was zu höherer Effizienz führt und den Selbst-Erhalt des Systems sichert. Der Anbau von Nahrungs-Pflanzen mit Methoden der Permakultur in innerstädtischen Gemeinschafts-Gärten wird ein wesentlicher Baustein zur Gewährleistung der Ernährungs-Sicherheit und Gesundheit der städtischen Bevölkerung im Umkreis der Gärten sein.

Des Weiteren leistet Peace of Land wertvolle und angesichts der vor uns liegenden Herausforderungen unverzichtbare Bildungs-Arbeit in diesen Bereichen. In den vergangenen zweieinhalb Jahren ist im Herz von Peace of Land mit bürgerschaftlichem Know-How, selbst organisierter, ehrenamtlicher Arbeit und Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ein Bildungszentrum für Permakultur entstanden, dass berlin- und bundesweit strahlt und gleichzeitig die direkten Nachbarschaften mobilisiert. An seinem jetzigen Standort eröffnet sowohl der Garten als auch der Lernort vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung und trägt so zu einem besseren gesellschaftlichen Miteinander im Viertel bei.

Peace of Land bietet der benachbarten Montessori-Grundschule im Blumenviertel Unterstützung bei der Natur- und Umweltschutz- sowie der handwerklichen Bildung der SchülerInnen und der Weiterbildungen der Lehrerschaft an. Arbeiten im produktiven Permakultur-Garten könnten den Sport-Unterricht um vielfältige Bewegungs-Muster ergänzen. Die GemeinschaftsgärtnerInnen haben ein produktives, artenreiches Biotop geschaffen, dass die Gesunderhaltung und Lebens-Qualität der Anwohner fördert. Peace of Land beherbergt zudem eine Abholstelle für eine Solidarische Landwirtschaft mit vielen TeilnehmerInnen aus der Nachbarschaft. Ohne den Erhalt dieses Projektes an diesem Standort wären viele wichtige Chancen für eine gute Zukunft für alle vertan, für die Nachbarschaft, den Bezirk Berlin-Pankow, die Stadt Berlin und auch und insbesondere für die benachbarte Montessori-Grundschule.

Der Erhalt dieses Projektes an seinem jetzigen Standort wird ein Präzedenzfall sein, für eine dringend nötige nachhaltigere zukünftige Stadtplanung.

Ich bitte Sie daher inständig, gemeinsam mit der Montessori-Grundschule im Blumenviertel – Syringenplatz 30, 10407 Berlin, dem Bezirksamt Pankow und dem Berliner Senat eine Lösung für den Ausbau des Schul-Gebäudes zu finden, die den Erhalt des Gemeinschafts-Gartens Peace of Land an seinem derzeitigen Standort enthält und zusichert. Wir bieten an, uns aktiv in die Lösungs-Findung einzubringen.

Mit freundlichen Grüßen,

Stefan Fischer
Peace of Land

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte hiermit meine Solidarität mit dem PEACE OF LAND bekunden und Sie dazu auffordern, die brachliegende Fläche in der Sigridst. 11A für den Turnhallenbau in Betracht zu ziehen.

Vor ca. einem Jahr lernte ich das PEACE OF LAND online über die Pläne des Gartens kennen. Sie ließen mich zunächst auf riesiges Gelände schließen, das ich mir nun vorstellte.

Als ich zum ersten mal das Grundstück betrat, war ich verwundert über die eher bescheidene Größe und fragte mich, wo denn all diese verschiedenen Gärten, Aufenthaltsbereiche, Wildniszone usw. sein sollten, von denen ich gelesen hatte.

Erst nach einem Gartenrundgang verstand ich, dass tatsächlich all das auf kleinstem Raum Platz gefunden hatte. Das Gelände weist eine riesige ökologische Vielfalt auf, die gerade für einen städtischen Raum außergewöhnlich ist. Über die Jahre konnte ein besonderes Ökosystem entstehen. Gleichzeitig ist hier ein riesiger Raum für ökologisches und soziales Engagement, an dem sich überraschend viele Menschen beteiligen. Das Bildungsangebot ist enorm breit und geht von Permakultur, -Design und Gärtnern über Bienen, Heil- und Kosmetikpflanzen hin zu demokratischen Entscheidungsprinzipien oder handwerklichem Arbeiten. Der Garten ist Quelle für verschiedenste Produkte: Obst frisch und zu Marmelade oder Säften verarbeitet, Gemüse auch eingekocht oder als zubereitete Mahlzeit, Kräuter für Tee, zum Würzen oder zu Cremes,Tinkturen, gar Dünger verarbeitet. Ich habe auch schnell gemerkt, dass das PEACE OF LAND Raum für alle möglichen Aktivitäten bietet und das bei allen Wetterlagen. Drinnen, draußen, Schatten, Sonne, am Wasser, es gibt 1000 verschiedene Kulissen. Erholungsorte dieser Art sind für uns Städter*innen essenziell. Nicht zuletzt hat mich die Vielfalt der Arbeiten vor Ort beeindruckt. Die Menschen bauen, gärtnern, organisieren, verarbeiten, imkern hier.

Diese Dichte und Vielfalt konnte ich dann auch schnell bezüglich der theoretischen Planung und sozialen Organisation des PEACE OF LAND beobachten. Der Verein ist trotz seiner vielen Mitglieder oder anderweitig Engagierten sehr übersichtlich in Arbeitskreisen organisiert, die jeden notwendigerweise zu behandelnden Bereich abdecken.

Es gibt ausgefeilte Konzepte zur Integration neuer Mitglieder und Interessent*innen, sowie demokratischen Entscheidungsfindungen in der Gruppe über systemisches Konsensieren.
Die Integration verschiedener Generationen, der Nachbarschaft und Menschen mit verschiedensten Erfahrungsgraden ist ebenfalls gelungen.

All das haben Menschen in ihrer Freizeit und als Gruppe aufgebaut. Für mich verkörpert das PEACE OF LAND damit in einer unglaublichen Dichte, was ich mir für unsere Gesellschaft, vor allem unsere Städte Wünsche: Es ist ein selbstorganisierter Raum, der zukunftssichere Konzepte der Landwirtschaft, Bodenbewirtschaftung und des sozialen Miteinanders ausprobiert, an dem neue Wege gegangen werden. All das und so viel mehr steckt jetzt in diesem bebaubaren (?) Grundstück.

Ich war beeindruckt und wollte mit anpacken. Meine Energie wurde sofort kanalisiert und ich war mit konkreten Aufgaben dabei. Noch immer bin ich unglaublich neugierig und will von diesem Ort, an diesem Ort so viel lernen, ausprobieren und erfahren!

Im vorliegenden Konflikt ist mir auch die Perspektive der Schule bekannt, da ich während des mühseligen Prozesses bis hin zum Turnhallenbau selbst Schulsprecherin an meinem Gymnasium war. Dennoch kann ich nicht verstehen, die Fläche des PEACE OF LAND deshalb nun als Lösung anzunehmen. Die Bebauung würde fünf Jahre Bodenaufbau, Gestaltung eines Ökosystems und sozialen Raumes geradezu komplett zunichte machen und stellt damit neben einer Lösung für den Bau auch ein auf keinen Fall zu unterschätzendes Problem dar. Schließlich brauchen wir ganz offensichtlich Orte wie das PEACE OF LAND und gleichzeitig kann es eben nicht einfach so umziehen. Die Erwägung anderer möglicher Grundstücke halte ich deshalb für dringend notwendig. Mit einer guten Lösung ist allen mehr geholfen!

Mit freundlichen Grüßen

Pia Schrade
Peace of Land

 

 

Liebe EntscheidungsträgerInnen,

was kann den BlumenviertelschülerInnen besseres passieren als ein solches Projekt in Schulnähe. Meine Töchter durften die Blumenviertelschule besuchen und sind wunderbar mit dem Sport in der alten Halle und dem Draussensport im Park grossgeworden. Der Schulgarten allerdings ist klein. Eine Kooperation mit dem Projekt könnte die Kinder so viel lernen lassen. Überall in Berlin verschwinden die Oasen und die Brachen und kein designter Park kann ein solches Kleinod ersetzen. Bitte setzen Sie sich für einen anderen Sporthallenstandort ein.

Friederike Schreiber

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren.

Das Peace of Land muss bleiben, weil alles was natürlich gewachsen ist unseres Schutzes bedarf. Wir können doch nicht die ganze Zeit von Umweltschutz und Klimakrise reden, dann aber diesen Lernort für Permakultur plattmachen.

Und man muss sich doch auch mal überlegen, dass die Leute, die da arbeiten und diesen wertvollen Ort über mehrere Jahre hinweg erschaffen haben, dies alles ohne Bezahlung geleistet haben. Aus Überzeugung!

Ja wo gibts denn sowas noch? Und welches Zeichen wird denn gesetzt, wenn solche Menschen dann zum Dank alles geschaffene wieder abreissen sollen ums dann irgendwo anders wieder neu aufzubauen?

Ich hätte dazu dann keine große Lust mehr, denn man kann nicht sein ganzes Leben lang unentgeltlich Wunder bewirken und einen Lernort nach dem nächsten erschaffen. Bürgerliches Engagement für Natur- und Umweltschutz gehört nach allen Möglichkeiten gefördert und unterstützt, denn wen man solche Menschen immer nur von einem Ort zum nächsten schubst, müssen wir uns nicht wundern wenn uns Mutter Natur irgendwann dann ebenso von der Kugel schubst.

An einem Ort wie dem Peace of Land scheidet sich der Weg von politischen Absichtsbekundungen und politischen Handlungen. Ich hoffe Sie treffen die richtige Entscheidung.

Denn: „Everybody needs a peace of land!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Pollhammer

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren im Bezirksamt Pankow,

das wertvolle Ökosystem von Peace of Land mit all der Artenvielfalt muss geschützt werden, anstatt für Bebauung in Erwägung gezogen zu werden! Zumal es eine Brachfläche in der Nähe gibt, auf der die Turnhalle gebaut werden könnte.
Die (noch) vorhandene Biodiversität kann man nicht einfach umziehen.
Mehr als die Hälfte unserer Wildbienenarten ist bedroht (und sie fliegen in einem kleinen Umkreis von teils nur max. 250 m), der Rückgang an Schwebfliegen beträgt bis zu 97%.
Im Moment bewegen wir uns auf das sechste Massensterben in der Geschichte des Lebens auf der Erde zu. Jedes Jahr verlieren wir ca. 2,5% aller Insekten – Forscher gehen davon aus, daß in 100 Jahren vermutlich alle Insekten ausgestorben sind, wenn alles so weitergeht…

In der Hoffnung, daß Ihnen die Zukunft (und nicht bloß der Sportunterricht) der Kinder am Herzen liegen möge,
sende ich Ihnen freundliche Grüße

Ulrike Wolf
@Hummelkaiserin
(aktiv im Hummelschutz)

 

 

Alle reden von Nachhaltigkeit, hier wird sie gelebt. Das Peace of Land ist ein Lernort für Permakultur und Bildung ist mehr als „irgendsoein Gartenprojekt“!

Es ist eine grüne Oase in der Stadt und ein Beispiel wie das Mikroklima verbessert wird – statt weitere Flächen mit Büros zu versiegeln. Klimanotstand ist nicht mit Worten zu beheben, sondern durch Zukunftsprojekte mit Bodenhaftung.

Im Sommer ist das Peace of Land ein Segen und Ausgleich für den aufgeheizten Beton der Berliner Baubranche. Der Boden nimmt sogar Wasser bei Starkregen auf und schützt so vor „unvermeidbaren“ Extremwetter-Ereignissen…

Es geht darum, Berlin lebenswert zu gestalten und nicht für unbegrenzt viele Menschen unerträglich zu machen.

Iven
Peace of Land

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Entsetzen und Erstaunen habe ich erfahren, dass das Gelände des Peace of Land einer Turnhalle weichen soll. Ich bitte Sie, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken, da es offenbar alternative Flächen für die Turnhalle gibt.

Gerade in heutigen Zeiten ist doch ein Projekt, wie das Peace of Land wichtiger denn je und bietet einen Lehr-, Lern- und „Mitmachraum“ für wirklich jeden, der sich dafür interessiert. Es ist mir unvorstellbar, dass das was dort auf einer Brachfläche über Jahre mit vieler Hände Arbeit geschaffen wurde zerstört, versiegelt und bebaut werden soll.

Ich habe selten einen Ort und Menschen erlebt, die so kompetent, bereitwillig und offen ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen und weitergeben. Dort wurde ein Platz geschaffen, wo wirklich jeder lernen, beobachten und mitmachen kann, nicht zuletzt doch sicher auch die umliegenden Schulen, oder?

Die Themen Permakultur, Waldgärten und das Stadtgärtnern, Bodenaufbau, urbane und regenerative Landwirtschaft, Wasser, Kreislaufwirtschaft, nachhaltiges Bauen
sind in meinen Augen die Konzepte mit denen wir jetzige und künftige Probleme des Klimawandels, der Beschaffung von gesunden Nahrungsmittel, sowie des Natur-, Klima- und Tierschutzes bewältigen können.

Darüber hinaus ist das Peace of Land ein Ort, an dem auch neue Wege des menschlichen Miteinanders erlebt, ausprobiert und immer auch weiterentwickelt werden. Die Ansätze die dort gelebt und ausprobiert werden greifen in jeden Bereich des Lebens über. In einer so dichtbesiedelten Stadt wie Berlin, mit all ihren Konflikten und Problemen, leistet das Peace of Land einen so wichtigen Beitrag für unser Miteinander.

Ich habe im Peace of Land einen 3-tätigen Waldgartenkurs besucht und dort so wahnsinnig viel gelernt und erfahren. Ein unvergessenes Erlebnis war, als sich dort ein Schwarm, der dort „ansässigen“ Bienen auf den Weg nach einem neuen Stock machte. Wo kann man das mitten in Berlin erleben und es gleichzeitig erklärt bekommen? Das Zusammenspiel, die gegenseitigen Abhängigkeiten und die Kreisläufe von Mensch, Tier, Insekten und Pflanzen kann/können dort erlebt und beobachtet werden. Mitten in der Stadt, wo vorher nichts war.

Es wurde dort schon so viel geschaffen, mit so viel Herzblut und Engagement und mit Sinn und Verstand, Kompetenz und Wissen und der Bereitschaft, sich immer weiter zu entwickeln mit allen gemeinsam, die mitmachen möchten. Bitte machen Sie das nicht zunichte und tun Sie alles dafür, diesen Ort zu schützen und mehr noch, das Projekt zu fördern und zu unterstützen. Berlin braucht solche Projekte, mehr denn je.

Schulsport ist natürlich wichtig, aber wenn es eine Möglichkeit gibt, eine andere Fläche zu nutzen, wie z. B. das brach liegende Gelände in der Sigridstraße 11A, oder auch andere Flächen, gibt es für mich keinen validen Grund, das Peace of Land zu zerstören. 

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Beate

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Berlin braucht Peace of Land! Und zwar genau dort, wo es seit einigen Jahren so erfolgreich wächst und gedeiht. Als Lehrerin ist es mir wichtig, dass Kinder nicht nur Sport machen können (zumal wenn es einen alternativen Ort dafür gibt), sondern dass sie auch an solch wunderbaren Orten wie Peace of Land die Kulturtechniken der Zukunft erlernen können.

Berlin braucht unbedingt mehr solche Gärten! Peace of Land ist als Permakulturgarten zudem ein seltenes und wertvolles Stück Berliner Stadtgrün. Auch der Bildungsgedanke kommt hier nicht zu kurz: So war ich mit Schülerinnen und Schülern des John-Lennon-Gymnasiums hier schon zu einigen Workshops am Wandertag. Hier konnten die Kinder ein intaktes Ökosystem erleben, das zudem Essen für Menschen produziert. Einfach zukunftsfähig!
Wo gibt es das sonst noch?

Leider kann ein Ökosystem nicht umziehen. Deshalb bitte ich sie inständig, ziehen Sie das Areal Sigridstr. 11A für die neue Turnhalle in Betracht!

Herzlich

Dr. Maria Wagenknecht

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

es geht um die geplante Versiegelung der Fläche des Peace of Land für
den Bau einer Turnhalle. Mir ist das Peace of Land wichtig, da es ein
Ort ist, an dem Menschen zusammenkommen, ein Ort der Bildung für
Permakultur, des Austausches, der Visionen und vieles mehr. Dieser Ort
hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter entwickelt durch das
Engagement vieler Einzelner. Es ist das, was die Menschen heute mehr
denn je brauchen und es wäre wirklich traurig, dieses Projekt zu beenden
und ein herber Verlust. Daher appeliere ich dafür, den Bau der Turnhalle
an einen anderen Ort zu verlegen wie z.B. der Sigridstr. 11A.

Mit freundlichen Grüßen,

M. Pieske

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Berlin und seine Bürger können sich glücklich schätzen einen so tollen Ort wie Peace of Land zu haben, der seit einigen Jahren so erfolgreich wächst und gedeiht. Gerne möchte auch ich, dass dieser dort bleibt wo er ist und weiterhin spannende, lehrreiche Veranstaltungen stattfinden und Berlin um einen interessanten und grünen Ort reicher bleibt.
Schulsport ist wichtig, ich bin auch Mutter aber wenn es doch in gleicher Entfernung einen anderen Ort gibt, wieso muss dann dieses Ökosystem weichen welches so viele unterstüzungswerten Werte vermittelt: Umwelt- und Klimaschutz,  Nachbarschaft, Lehrort.
Ich hoffe die Entscheidung ist noch nicht getroffen.

Mit solidarischem Gruß
Michèle Neumann

 

Ich habe vor 5 Jahren an einem Waldgartenkurs mit Tomas Remiarz im Peace of Lands teilgenommen.

Das war zu Anfangszeiten des Projekts: Damals sah es so aus. Vergammeltes Gebäude, die Natur hatte sich die Fläche zurückerobert….

in diesem Kurs haben wir Ideen entwickelt für das brachliegende Gelände…

Ich habe zu diesem Zeitpunkt in einem großen Gemeinschaftsgarten mitgegärtnert. (Interkultureller Garten Lichtenberg) Leider wurde auf dem Drittel der Fläche dieses Gartens ein Kindergarten gebaut. Das brachte Unruhe und Zwietracht in den verbliebenen Garten. Viele Gärtner haben gekündigt und ich schließlich auch.

Ich war froh, dass es andere, sehr kreative Projekte wie Peace of Land gab… Vor einigen Monaten habe ich eine Gartenführung mitgemacht im Peace of Land und war sehr beeindruckt, was alles entstanden ist. So viele Ideen aus der Anfangszeit – und darüber hinaus – wurden umgesetzt. Viele Leute haben ihre Zeit und auch Geld gegeben, um einen Gemeinschaftsgarten zu kreieren. Es haben viele tolle Workshops stattgefunden. Im Gegensatz zu einem Privatgarten, der nur wenigen Menschen zugute kommt, bietet so ein Garten vielen Menschen aus der Innenstadt, die Möglichkeit zu gärtnern und Natur zu erleben. Ich habe jetzt im Herbst an einer Permakulturweiterbildung teilgenommen. Es ist mir nicht bekannt, dass es ähnliche Weiterbildungen bereits in Berlin gibt!

Ich möchte weiterhin in der Innenstadt leben und ich möchte nicht jedesmal 60min S-Bahn oder Regionalbahn fahren müssen, um in der Natur zu sein. Berlin braucht mehr innerstädtische (Gemeinschafts)Gärten und Naturflächen! Und weniger Versiegelung. Wie soll Berlin klimaneutral werden, wenn alle Flächen zubetoniert werden und alle weiter Auto fahren? Klimaschutz muss jetzt konkret beginnen!

Nun soll mit diesem tollen Projekt noch Schlimmeres passieren, wie bereits im Interkulturellen Garten Lichtenberg.

Es kann doch nicht sein, dass Bedürfnisse von Kindern und Bedürfnisse von Menschen, die sich um Gärten und Begegnungen kümmern, gegeneinander ausgespielt werden. Kinder brauchen Bewegung, aber nicht nur in Turnhallen, sondern vor allem eine intakte Umwelt, elementare Naturerfahrungen, Luft zum Atmen. Kinder brauchen Bewegung im Freien. Neben der vorgeschlagenen Alternativfläche  für die Turnhalle ist sogar ein Park. Warum nicht auch den Sportunterricht mal ins Freie verlegen? Wegen Corona ist Hallensport eher riskant.

Es kann auch nicht sein, dass ehrenamtliche Arbeit und Engagement nur Lückenbüßer ist und Bürger, die sich einsetzen, nicht ernstgenommen werden.

Ich möchte dringend bitten, den Alternativvorschlag für die Schulturnhalle aufzunehmen und Lösungen zu finden, die alle Beteiligten zufriedenstellen. Auch wenn zunächst höhere Kosten entstehen. Das sollten Kinder und die Natur im Bezirk einem wert sein. Ich schlage vor, dass Peace of Land dauerhaft bleiben sollte, weil es eine Bereicherung für Berlin und besonders die angrenzenden Bezirke ist.

In Hoffnung auf gute Lösungen und Gesprächsbereitschaft,

Pascale Njai-Graven

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren.

Das Peace of Land muss bleiben, weil alles was natürlich gewachsen ist unseres Schutzes bedarf. Wir können doch nicht die ganze Zeit von Umweltschutz und Klimakrise reden, dann aber diesen Lernort für Permakultur plattmachen.

Und man muss sich doch auch mal überlegen, dass die Leute, die da arbeiten und diesen wertvollen Ort über mehrere Jahre hinweg erschaffen haben, dies alles ohne Bezahlung geleistet haben. Aus Überzeugung!

Ja wo gibts denn sowas noch? Und welches Zeichen wird denn gesetzt, wenn solche Menschen dann zum Dank alles geschaffene wieder abreissen sollen ums dann irgendwo anders wieder neu aufzubauen?

Ich hätte dazu dann keine große Lust mehr, denn man kann nicht sein ganzes Leben lang unentgeltlich Wunder bewirken und einen Lernort nach dem nächsten erschaffen. Bürgerliches Engagement für Natur- und Umweltschutz gehört nach allen Möglichkeiten gefördert und unterstützt, denn wen man solche Menschen immer nur von einem Ort zum nächsten schubst, müssen wir uns nicht wundern wenn uns Mutter Natur irgendwann dann ebenso von der Kugel schubst.

An einem Ort wie dem Peace of Land scheidet sich der Weg von politischen Absichtsbekundungen und politischen Handlungen. Ich hoffe Sie treffen die richtige Entscheidung.

Denn: „Everybody needs a Peace of Land!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Pollhammer

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Als Patin von Peace of Land bin ich bestürzt von der Absicht diesen sozial, ökologisch und kulturell einzigartigen und lebendigen Ort zu zerstören, zu versiegeln und eine Turnhalle darauf zu bauen.

Die Turnhalle kann auch woanders gebaut werden. Es liegt der Vorschlag von Peace of Land vor, das brach liegende Gelände mit 3.000m² in der Sigridstraße 11A am Fuße des Volksparks Prenzlauer Berg als Standort für den Turnhallenbau in Betracht zu ziehen und hierfür alles politisch und verwaltungstechnisch Mögliche zu tun, um so die Turnhalle bauen und zeitgleich den Peace of Land Garten vor der Versiegelung retten zu können.

Laut einer Beobachtung von ForscherInnen der TU Berlin in 2020 ist Peace of Land der Gemeinschaftsgarten in Berlin mit der größten Diversität an Bestandsbäumen, darunter Eiche, Esche, Eberesche, Kastanie, Mammutbaum, Blaufichte, Birken, Ulmen, diverse Ahornarten, Holunder, Hasel, Robinien, Walnussbäume, Kirschpflaume & Mirabellenbäume. Daneben gibt es etwa 60 junge Obst- und Nussbäume sowie Beerensträucher, die Teil unseres inzwischen fünf Jahre alten Waldgartens sind und die allesamt Lebensmittel produzieren. Außerdem gibt es auf dem Gelände eine Teichlandschaft und unterschiedliche Bodenbegebenheiten, die auch Lebensraum und Nistplatz für Insekten sind. Es wurden drei Bienenarten gefunden, die auf der Vorwarnliste für bedrohte Arten stehen sowie eine Art, die bereits gefährdet ist.

Es ist offensichtlich, dass diese Lebewesen nicht einfach umziehen können. Sie würden sterben.

Das wollen wir nicht!

Berlin, Pankow braucht Peace of Land! Und zwar bitte genau dort, wo es seit einigen Jahren so erfolgreich wächst und gedeiht.

In der Hoffnung auf Einsicht

herzliche Grüße

Wiebke Willms

 

 

Libellen auf dem Bauch werden gebraucht

Sehr geehrte Entscheidungsbefugte,

ich bitte höflichst, um den Erhalt der Peace-of-Land-Fläche und um eine Überdenkung eines möglichen Alternativ-Bauplatzes für die geplante Turnhalle der Grundschule.

Natürlich ist mir bewusst, dass die Grundschüler eine ordentliche Turnhalle brauchen. Allerdings spüre ich, dass ich die Peace-of-Land-Fläche auch brauche.

Der Grund:

Es gibt KEINE Liebe mehr und es gibt auch KEINE Hoffnung, dass es Liebe in meinem Leben gibt. Jedoch mache ich durch die Peace-of-Land-Biotopen und seine Bewohner (Libellen, Vögel, Bienen und Schmetterlinge) Erfahrungen, bei denen ich Glück und durch eine Art unsichtbare Verbindung zu den Tieren und Pflanzen irgendwie Liebe empfinde.

Das liegt vermutlich daran, dass ich schon über 50 Jahre bin und es keine beziehungsfähigen bzw. beziehungswilligen Frauen in meinem Umfeld gibt. Oder sie sind schrecklich stressige Workaholics, die meine Sehnsucht nach Einfachheit (geblendet von ihrer Machtbrille) gar nicht wahrnehmen.

Als ich vor ein paar Wochen mit freiem Oberkörper im Garten gechilled hatte, setzten sich Libellen auf meinen Bauch, Schmetterlinge auf meine Hand und Bienen neben mich in die Blumen. Das ist das erste Mal, dass ich so etwas in meinem Leben erlebe. Es hat mein Leben nachhaltig verändert und mir ein Gefühl von innerer Zufriedenheit und Glück vermittelt.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Mit freundlichen Grüßen

Christian Rewert